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Information für unsere Schwangere Patientinnen

Diagnostik im 1. Trimenon

Erst einmal möchten wir auch an dieser Stelle noch einmal betonen, dass die allermeisten Schwangerschaften, die wir hier bei uns begleiten, komplikationsarm verlaufen und am Ende ein gesundes Kind von einer gesunden Mutter geboren wird. Ausgeprägte Schwangerschaftskomplikationen, Trisomien und Fehlbildungen des Kindes sind zum Glück sehr selten!

Dennoch macht es aus unserer Sicht Sinn, diese seltenen Auffälligkeiten früh zu erkennen, damit man sich entsprechend ausführlich informieren und beraten lassen, ggf. vorgeburtliche Therapien durchführen oder für sich selbst und das Ungeborene die geeignete Entbindungsklinik finden kann.

Mit zunehmender Qualität der Ultraschallgeräte und durch die Integration neuer Forschungsergebnisse, lassen sich immer mehr Erkrankungen des ungeborenen Kindes schon in der 13. Schwangerschaftswoche und nicht wie bisher erst in der 20. Schwangerschaftswoche erkennen. Leider werden die Kosten für diese Untersuchungen in der Regel noch nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.

Wir möchten Sie auf dieser Seite über die diagnostischen Möglichkeiten, die wir in unserer Praxis anbieten können, informieren.

Frühe Feindiagnostik

In der 13. Schwangerschaftswoche sind die Organe bereits angelegt, in vielen Bereichen aber natürlich noch nicht komplett entwickelt. Wir können schon in diesem frühen Stadium der Schwangerschaft (das Kind wiegt um die 60g und ist ca. 65mm groß) mit dem Ultraschall einen Blick auf das sich entwickelnde Gehirn, das Herz, den Magen, die Blase, die Gliedmaßen und viele andere Strukturen werfen und so viele der großen Fehlbildungen früh erkennen. Auch wenn Sie keine Trisomie-Abklärung wünschen, messen wir die Nackenfalte, da eine ausgeprägte Verdickung derselben auch Hinweise auf Herz- und viele andere Erkrankungen geben kann.

Eine unauffällige Ultraschalluntersuchung garantiert leider kein gesundes Kind, weil nicht alle Fehlbildungen und Erkrankungen im Ultraschall darstellbar sind und weil es trotz größter Sorgfalt und intensiver Aus- und Fortbildung sein kann, dass wir bestimmte Auffälligkeiten nicht erkennen können (z.B. aufgrund der Lage des Kindes oder aufgrund einer erhöhten Vorlaufstrecke bei adipösen Patientinnen).

FTS- FirstTrimesterScreening

Bei dieser Untersuchung wird die obengenannte Frühe Feindiagnostik Ultraschall-Untersuchung mit einer Blutentnahme in der 11. Schwangerschaftswoche und anamnestischen Angaben kombiniert. Die Ergebnisse werde dann mit Hilfe eines Berechnungsprogrammes der FMF London ausgewertet und Sie bekommen eine Wahrscheinlichkeitsberechnung für das Vorliegen einer Trisomie 13/18/21 (in dieser Form: z.B. ihr Risiko für die Geburt eines Kindes mit Trisomie 21 beträgt 1:7800)

NIPT (NichtInvasiverPränatalTest)

Mit diesem Test werden kindliche DNA-Stücke aus dem mütterlichen Blut untersucht. Sollten mehr Anteile des Chromosomes 21/13/18 nachweisbar sein, als dies bei nicht betroffenen Kindern der Fall ist, ist der Test positiv also auffällig.

Der NIPT darf in Deutschland bei auffälligem FTS, erhöhtem Risiko für eine Chromosomenstörung (z.B. bei höherem Lebensalter), entsprechender Vorgeschichte oder ausgeprägter psychischer Belastung als Kassenleistung durchgeführt werden.

Ein negatives Testergebnis macht das Vorliegen einer der 3 Trisomien sehr unwahrscheinlich. Es gibt (altersabhängig verschieden stark ausgeprägt) falschpositive Ergebnisse, so dass ein auffälliger Befund immer noch durch eine Fruchtwasseruntersuchung gesichert werden muss.

Einen Link zum GBA Flyer finden Sie hier: g-ba.de downloads

Präeklampsiescreening

Die Präeklampsie (umgangssprachlich oft als Schwangerschaftsvergiftung bezeichnet) tritt bei 5-8 % aller Schwangeren auf und ist die häufigste Ursache für Frühgeburten in Deutschland. Die Ursache ist bis heute nicht vollständig erforscht.

Sie zeigt sich meist erst ab der 20. SSW durch:

Erhöhten Blutdruck und vermehrte Eiweißausscheidung im Urin
Wassereinlagerungen
Starke Kopfschmerzen
Übelkeit/Erbrechen, Sodbrennen
Schmerzen im rechten Oberbauch, Magen, Schulter
Sehstörungen/Lichtempfindlichkeit
Kurzatmigkeit

Risikofaktoren für das Auftreten einer Präeklampsie:

Erste Schwangerschaft
Mehrlingsschwangerschaft
Künstliche Befruchtung
Präeklampsie in der Familie
Adipositas BMI>30
Bluthochdruck/Nierenerkrankungen/Diabetes
Alter der Schwangeren <18 oder >40 Jahre
Vorangehende Schwangerschaft mit Präeklampsie oder Wachstumseinschränkung

Mit Hilfe des Präeklampsie-Screenings in der 13. SSW ist es möglich, anhand der Daten aus Ihrer Vorgeschichte, Ihren Blutwerten, Ihren Blutdruckwerten und dem Blutflussmuster in Ihren Gebärmutterarterien Ihr individuelles Risiko zu berechnen, und bei erhöhtem Risiko eine Therapie mit ASS zu beginnen.

Informationen von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe zum Thema finden Sie hier: DGGG Präeklampsie

 

Stellungnahme zur Ultraschalldiagnostik in der Schwangerschaft der DEGUM

Neue Strahlenschutzverordnung – Stellungnahme des DEGUM Vorstandes

Stellungnahme DEGUM

Dr. Rose
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